All India Radio, oder Akashvani, ist nicht nur ein Sender. Es ist das Rückgrat des öffentlichen Radios Indiens. Als eine Hälfte von Prasar Bharati, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk des Landes, teilt es sich die Bühne mit Doordarshan, dem Fernsehzweig. Die andere Hälfte? Fernsehen. Diese duale Struktur definiert, wie Indien Audio- und visuelle Medien auf nationaler Ebene konsumiert.
Die Geschichte beginnt lange vor der Neuzeit. Der Dienst begann 1930 als Indian State Broadcasting Service (ISBS). Dabei handelte es sich um eine koloniale Infrastruktur, die sich aus früheren Experimenten zur drahtlosen Übertragung entwickelte. Dann kam eine große Veränderung. Im Jahr 1935 kam Lionel Fielden. Als leitender Produzent der BBC schaute er nicht nur zu. Er übernahm die Kontrolle. Fielden wurde zum Rundfunkkontrolleur bei ISBS ernannt und brachte britisches Fachwissen auf indischen Boden. Er hat die Ausgabe umgestaltet. Er professionalisierte den Ansatz.
Ein Jahr später änderte sich der Name. Aus ISBS wurde All India Radio. Das Rebranding läutete eine neue Ära ein. Am 19. Januar 1936 strahlte der Sender seine erste offizielle Sendung aus. Dieses Datum markiert die wahre Geburtsstunde des Dienstes, wie wir ihn heute kennen. Es war nicht nur eine Umbenennung. Es war eine Transformation.
Warum ist das jetzt wichtig? Akashvani bleibt ein Schlüsselspieler. Es erreicht ländliche Gebiete. Es sendet in Dutzenden von Sprachen. Es dient als öffentlicher Dienst und nicht nur als kommerzielle Einheit. Das Verständnis seiner Ursprünge hilft, seine aktuelle Rolle zu erklären. Der Wechsel von ISBS zu AIR war strategisch. Es ging um Identität. Es ging um den Maßstab. Fieldens Einfluss hielt an. Seine Maßstäbe blieben bestehen. Die Ausstrahlung im Januar 1936 war nur der Anfang. Von da an wuchs das Netzwerk. Es hat sich angepasst. Es überlebte politische Veränderungen. Es blieb auf Sendung.























