Schauen Sie auf den Boden. Schauen Sie wirklich. Egal, ob Sie im Frühling, Sommer oder Herbst spazieren gehen, der Waldboden ist eine Bibliothek biologischer Daten. Der Frühling bringt das erste blasse Grün. Der Sommer bietet dichte, überlappende Baumkronen. Der Herbst explodiert in seiner Farbenpracht. Die meisten Menschen kennen die Großen – die Eiche, den Ahorn, die Buche. Aber es gibt Dutzende andere, die Sie wahrscheinlich ignorieren.

Hör auf, sie zu ignorieren. Schauen Sie sich die Venen an. Schauen Sie sich die Kanten an. Schauen Sie sich die Form an.

Dabei geht es nicht nur darum, hübsche Bilder für Ihre Kinder zu machen. Es geht darum zu lernen, die Landschaft zu lesen. Sie können einen einfachen Spaziergang in eine Lektion in Botanik verwandeln. Sie können Kunst schaffen, die genau dokumentiert, was in Ihrer Nachbarschaft wächst. Hier erfahren Sie, wie Sie beginnen.

Sammeln des Rohmaterials

Sie benötigen Proben. Sammeln Sie Blätter von verschiedenen Bäumen und Pflanzen. Schnappen Sie sich nicht einfach die perfekten. Schnapp dir die mit Insektenlöchern. Schnapp dir die Braunen. Schnapp dir die Grünen. Abwechslung ist der Schlüssel.

Bring sie nach Hause. Sie benötigen Papier. Zeitungspapier funktioniert, aber auf Normalpapier sind Details besser sichtbar. Sie benötigen Wasserfarben und einen Pinsel. Schuhcreme mit einem Schwammapplikator ist eine überraschend gute Alternative für die Textur. Außerdem benötigen Sie ein Teesieb und eine alte Zahnbürste. Ein Eimer oder eine Schüssel zum Mischen.

Die Struktur: Die Adern drucken

Der aufschlussreichste Teil eines Blattes ist seine Struktur. Die flache Klinge. Die Basis. Der Blattstiel oder Stiel. Und das Netzwerk aus Adern. Diese Details identifizieren den Baum.

So erfassen Sie sie.

Malen Sie die Oberseite eines Blattes mit Wasserfarbe. Oder verwenden Sie die Schuhcreme. Es klebt anders. Legen Sie die bemalte Seite nach unten auf ein Blatt Papier. Legen Sie ein weiteres Blatt darauf. Mit der flachen Hand nach unten drücken. Reibe es kräftig. Das Pigment dringt in die Papierfasern ein und erzeugt ein umgekehrtes Bild.

Heben Sie das Blatt an. Trocknen lassen.

Schauen Sie sich nun den Druck an. Die Venen sind erhabene Linien. Die Textur bleibt erhalten. Sie können diesen Druck mit dem Originalblatt vergleichen. Sie können es mit einem Feldführer vergleichen. So identifizieren Sie unbekannte Bäume. Sie brauchen keinen Doktortitel. Sie benötigen ein gutes Buch und ein gepresstes Blatt.

Die Form: Silhouetten und Formen

Es ist leicht, eine Eiche von einem Ahorn zu unterscheiden. Die Formen sind unterschiedlich. Aber versuchen Sie, sie blind zu machen. Oder noch besser: Drucken Sie sie aus, ohne vorher die Umrisse zu sehen.

Diese Methode konzentriert sich auf den Umriss oder die Silhouette.

Stecken Sie ein Blatt auf Ihr Papier. Befeuchten Sie die alte Zahnbürste. Tauchen Sie es in Farbe. Halten Sie das Teesieb über das Blatt. Streichen Sie mit den Borsten der Zahnbürste gegen das Sieb. Die Farbe spritzt durch das Netz. Es bedeckt das Papier mit einem feinen Nebel. Es umreißt die Form des Blattes darunter.

Entfernen Sie das Blatt.

Sie haben jetzt einen schwachen, gesprenkelten Umriss. Ein Geist des Blattes. Können Sie erraten, von welchem ​​Baum es stammt? Fragen Sie einen Freund. Lassen Sie sie sich die Form ansehen. Haben sie es richtig verstanden?

In diesem Spiel lernen Sie, Blattränder zu erkennen. Die Lappen einer Eiche. Die gezackten Kanten einer Ulme. Die sanfte Kurve einer Birke. Die Form ist der erste Hinweis. Struktur ist der Beweis.

Beweissicherung

Wenn Sie die physischen Blätter behalten möchten, müssen Sie verhindern, dass sie verfaulen.

Legen Sie sie zwischen zwei Blätter Löschpapier oder Zeitungspapier. Legen Sie ein schweres Buch darauf. Ein weiteres Buch. Noch ein paar. Lassen Sie sie wochenlang stehen. Das Gewicht drückt das Wasser heraus. Die Blätter trocknen flach.

Nach dem Trocknen können Sie sie in ein Album einkleben. Beschriften Sie sie. Schreiben Sie das Datum. Schreiben Sie den Ort. Schreiben Sie die Baumart auf, wenn Sie sie kennen.

Dies ist der Beginn eines persönlichen Herbariums. Eine Aufzeichnung der Bäume in Ihrer Nähe. Es braucht Zeit. Es braucht Geduld. Aber die Belohnung ist eine tiefere Verbindung zur natürlichen Welt um Sie herum. Sie hören auf, nur „Grün“ zu sehen. Du fängst an, Arten zu sehen. Du fängst an, Geschichte zu sehen.

Die Blätter fallen immer noch. Die Drucke trocknen noch. Was werden Sie als nächstes finden?