Ein Biberpaar, das im März 2025 in der Landschaft von Dorset freigelassen wurde, meisterte ein Jahr voller unerwarteter Herausforderungen, bevor es sich in einem neuen Lebensraum etablierte. Der National Trust begrüßte die Freilassung als einen entscheidenden Moment für die Wiedereinführung der Art in Großbritannien, doch der Weg erwies sich als alles andere als einfach.
Anfängliche Rückschläge und unerwartete Migrationen
Der Wiederansiedlungsort am Little Sea Lake war bereits von einem nicht lizenzierten Biberpaar besetzt, als die offizielle Freilassung stattfand. Diese bereits bestehende Präsenz führte zu Territorialstreitigkeiten und zwang die neu freigelassenen Biber dazu, nach alternativen Wohnorten zu suchen. In einer ungewöhnlichen Wendung der Ereignisse wurde eine Frau in der Nähe öffentlicher Toiletten in Swanage gesichtet, nachdem sie etwa 5 km (drei Meilen) um Old Harry Rocks herumgeschwommen war. Die Behörden nahmen sie zurück und brachten sie zurück, aber sie und ihr Partner zogen bald wieder um – dieses Mal in eine Kläranlage, wo sie erneut entfernt wurden.
Tragödie und Resilienz
Während sich ein Paar schließlich niederließ und begann, die Landschaft zu verändern, erwartete das andere ein tragischeres Schicksal. In diesem Sommer wurde der Süden Englands von einer schweren Dürre heimgesucht, die zu einem Absinken des Wasserspiegels führte. Einer der männlichen Biber versuchte, zum Meer zu schwimmen, kam jedoch ums Leben. Naturschützer suchen immer noch nach Anzeichen des überlebenden Weibchens, es bleibt jedoch unbestätigt.
Ein neues Feuchtgebiet entsteht
Trotz der Schwierigkeiten kam das überlebende Paar an seinem neuen Standort gut zurecht, indem es einen 35 m (115 Fuß) hohen Damm errichtete und ein Feuchtgebiet schuf. Die Veränderungen haben bereits andere Wildtiere angelockt, darunter Otter und Schleiereulen. Das Projekt zeigt die Unvorhersehbarkeit der Wiederansiedlungsbemühungen, Naturschützer sind jedoch weiterhin bestrebt, das Programm auszuweiten.
„Das ist bei Wiederansiedlungsprojekten nichts Ungewöhnliches, und deshalb denke ich, dass wir das einfach in Kauf nehmen müssen, und das wird uns nicht davon abhalten, weiterzumachen.“
Der National Trust plant, in Zukunft weitere Freilassungsorte zu erkunden, da er sich bewusst ist, dass Rückschläge bei der Wiederansiedlung von Wildtieren unvermeidlich sind. Der Erfolg eines Paares trotz des Verlusts eines anderen unterstreicht die Bedeutung von Anpassungsfähigkeit und langfristiger Überwachung bei Naturschutzinitiativen.























