Die NASA hat bestätigt, dass der Astronaut Mike Fincke während der Crew-11-Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) ein medizinisches Problem hatte, das eine vorzeitige Rückkehr zur Erde erforderlich machte. Dies ist das erste Mal, dass ein Astronaut während einer aktiven Mission medizinisch von der ISS evakuiert wurde, was die inhärenten Risiken eines Langzeit-Raumflugs verdeutlicht.
Der Vorfall und die vorzeitige Rückkehr
Das medizinische Problem tauchte am 7. Januar auf, als Fincke und seine Crewkollegin Zena Cardman sich auf einen Weltraumspaziergang vorbereiteten. Die NASA räumte zunächst ein unbekanntes medizinisches Problem ein, machte zu diesem Zeitpunkt jedoch keine Angaben zu Einzelheiten. Die Situation eskalierte schnell und führte zu der Entscheidung, die Crew-11-Mission um etwa einen Monat zu verkürzen. Finckes Erklärung vom 25. Februar stellte klar, dass die Krankheit eine medizinische Bildgebung erforderte, die auf der ISS nicht verfügbar war.
Die Crew & Erholung
Fincke kehrte am 15. Januar zusammen mit Cardman, der japanischen Astronautin Kimiya Yui und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonov an Bord der SpaceX Crew Dragon „Endeavour“ zur Erde zurück. Nach der Wasserspritze in der Nähe von San Diego wurden alle vier Astronauten zur Untersuchung und Behandlung in das Scripps Memorial Hospital La Jolla gebracht. Fincke bedankte sich für die Professionalität des Ärzteteams, die für ein positives Ergebnis gesorgt hat.
Beschleunigte Besatzungsrotation
Die vorzeitige Rückkehr von Crew-11 ließ eine minimale Besatzung von drei Personen an Bord der ISS zurück: Chris Williams und zwei russische Kosmonauten. Die NASA beschleunigte den Start von Crew-12, um die Station wieder auf ihre Standardkapazität von sieben Personen zu bringen. SpaceX hat Crew-12 am 13. Februar erfolgreich an Bord der „Freedom“ gestartet und so die Kontinuität des Forschungsbetriebs sichergestellt.
„Ich erlebte einen medizinischen Vorfall, der die sofortige Hilfe meiner unglaublichen Crewmitglieder erforderte“, – Mike Fincke
Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung robuster medizinischer Protokolle und schneller Reaktionsfähigkeiten für Weltraummissionen. Der Mangel an modernen medizinischen Einrichtungen auf der ISS verdeutlicht die Notwendigkeit von Notfallplänen, insbesondere angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Raumfahrten. Die Veranstaltung wirft Fragen zu den langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen der Raumfahrt und den Herausforderungen einer angemessenen Versorgung von Astronauten in isolierten Umgebungen auf.






















