Die NASA bereitet sich auf einen zweiten Versuch einer entscheidenden „nassen Generalprobe“ für die Artemis-II-Rakete am Donnerstag, dem 19. Februar, vor. Ziel dieses Tests ist es, die Bereitschaft der Rakete „Space Launch System“ (SLS) für ihre geplante bemannte Mondmission zu bestätigen, nachdem es bei den ersten Tests zu einer Reihe von Rückschlägen gekommen war.
Wiederkehrende technische Herausforderungen
Der erste Betankungstest, der Anfang dieses Monats durchgeführt wurde, wurde nur wenige Minuten vor dem simulierten Start aufgrund zunehmender Wasserstofflecks abgebrochen. Die Ingenieure führten das Problem auf fehlerhafte Dichtungen in den Kraftstoffleitungen zurück, die inzwischen repariert wurden. Nachfolgende Tests ergaben jedoch weitere Komplikationen, einschließlich eines verringerten Kraftstoffdurchflusses aufgrund eines problematischen Filters. Die NASA hat den Filter inzwischen ausgetauscht, obwohl das Austreten von Wasserstoff weiterhin ein Hauptproblem darstellt.
Wasserstoffbrennstoff ist zwar historisch zuverlässig, aber bekanntermaßen schwer einzudämmen. Seine einzigartigen Eigenschaften – darunter die Tendenz, durch feste Materialien zu sickern und sein extrem niedriger Siedepunkt – stellen anhaltende technische Herausforderungen dar. Bei den Artemis-I-Vorbereitungen im Jahr 2022 stieß die NASA auf ähnliche Lecks, die eine mehrfache Rückführung der SLS-Rakete in das Vehicle Assembly Building erforderlich machten.
Die Bedeutung von Artemis II
Die Artemis-II-Mission soll ein Meilenstein werden und vier Astronauten auf eine zehntägige Reise um den Mond schicken. Dies wird die erste menschliche Mondmission seit über einem halben Jahrhundert sein und die erste Frau und einen schwarzen Astronauten umfassen, die an einer Mondbesatzung teilnehmen.
Der Erfolg hängt von der Erprobung kritischer Systeme vor Artemis III ab, deren Ziel es ist, bis 2028 Astronauten auf dem Mond zu landen. Die langfristige Vision der NASA geht über Mondmissionen hinaus und plant den Aufbau einer nachhaltigen Präsenz auf dem Mond als Sprungbrett für eventuelle bemannte Missionen zum Mars.
Nasse Generalprobe: Der kritische Test
Um die Probe am Donnerstag zu bestehen, muss die NASA ihre Fähigkeit unter Beweis stellen, das SLS sicher mit über 700.000 Gallonen kryogenem Treibstoff zu betanken und eine vollständige Startsequenz zu simulieren. Dazu gehört auch die Versiegelung der Orion-Raumsonde, die die Artemis-II-Besatzung auf ihrer Mission befördern wird.
Die Herausforderungen verdeutlichen die inhärenten Risiken und Komplexitäten der Raumfahrt. Obwohl mit Rückschlägen zu rechnen ist, ist die Beharrlichkeit der NASA bei der Bewältigung dieser technischen Hürden für die Verwirklichung ihrer ehrgeizigen Ziele von entscheidender Bedeutung.
Die Raumfahrt bleibt ein heikler Prozess, und das Artemis-Programm hat wiederholt gezeigt, dass selbst bei jahrzehntelanger Erfahrung unvorhergesehene technische Probleme auftreten können. Die Fähigkeit, diese Herausforderungen anzupassen und zu lösen, wird über den Erfolg zukünftiger Mond- und Marsmissionen entscheiden.






















