Die Astronauten der NASA-Mission Crew-11, die aufgrund eines nicht genannten medizinischen Problems einen Monat früher als geplant zur Erde zurückgekehrt waren, bestätigten heute, dass ihr unerwartet früher Abflug ein kritischer Test für die Notfallvorsorge für zukünftige Weltraumforschungen war. Das Crew-11-Team – bestehend aus den NASA-Astronauten Zena Cardman und Mike Fincke, Kimiya Yui von JAXA und dem Kosmonauten Oleg Platonov – startete im August zur Internationalen Raumstation (ISS) mit der Absicht, 6,5 Monate im Orbit zu bleiben.
Beispiellose Notfallvorsorge
Diese Mission war das erste Mal, dass eine ISS-Besatzung aufgrund des Gesundheitszustands eines Astronauten zurückgerufen wurde. Die Astronauten betonten, dass die erfolgreiche und schnelle Rückkehr die Wirksamkeit der vorhandenen Trainingsprotokolle und Notfallressourcen für langfristige Raumflüge beweise.
„Das ist tatsächlich eine sehr, sehr gute Erfahrung für die Zukunft der bemannten Raumfahrt“, sagte Yui während einer Pressekonferenz nach der Mission. Er behauptete weiter, dass der Vorfall die Fähigkeit von Astronauten und der Missionskontrolle bewiesen habe, „jede Art von schwierigen Situationen zu bewältigen“.
Diagnosetools sind der Schlüssel für zukünftige Missionen
Während die NASA Details über den medizinischen Notfall zurückhält, um die Privatsphäre des Astronauten zu schützen, betonte Fincke die entscheidende Rolle der Borddiagnoseausrüstung, insbesondere des Ultraschallgeräts der Station. Er empfahl, die tragbare Ultraschalltechnologie für alle zukünftigen Weltraummissionen zu standardisieren und verwies auf deren Wirksamkeit während der Krise.
Dies ist besonders wichtig für Weltraummissionen, bei denen eine sofortige Rückkehr zur Erde nicht möglich ist. Das Artemis-Programm der NASA, das darauf abzielt, in den nächsten Jahren Mondbasen zu errichten, wird stark auf solch fortschrittliche medizinische Fähigkeiten angewiesen sein.
Vertrauen in zukünftige Erkundungen
Die Erfahrung von Crew-11 stärkt das Vertrauen in die Fähigkeit der Menschheit, immer ehrgeizigere Weltraumforschungsleistungen zu erbringen. Fincke betonte, dass die reibungslose Abwicklung sowohl von Routineoperationen als auch von unvorhergesehenen Notfällen die Bereitschaft der NASA und ihrer internationalen Partner für die bevorstehenden Herausforderungen unterstreiche.
Die ISS ist seit dem Jahr 2000 ununterbrochen besetzt und dieses Ereignis ist das erste Mal, dass ein Astronaut medizinisch evakuiert werden musste. Dies zeigt, dass die Ausbildung, die Ressourcen und die Vorbereitung der Station selbst effektiv sind.
Letztendlich war die frühe Rückkehr von Crew-11 kein Rückschlag, sondern ein Beweis der Widerstandsfähigkeit und bestärkte den Optimismus für bevorstehende Missionen wie Artemis und darüber hinaus.
