Moderne Drohnen sind mittlerweile mit Hindernisvermeidungssystemen ausgestattet, die Kollisionen mit Objekten und Personen verhindern sollen. Diese Funktion ist zwar nicht narrensicher, stellt aber ein wichtiges Sicherheitsnetz dar – insbesondere bei fortgeschrittenen Modellen wie denen von DJI und Autel. Diese Systeme nutzen eine Kombination aus Vision-Sensoren und in einigen Fällen LiDAR, um ihre Umgebung zu erkennen und darauf zu reagieren.
So funktioniert die Hindernisvermeidung
Die Grundidee ist einfach: Sensoren erkennen Hindernisse und die Drohne passt ihre Flugbahn entsprechend an. Die meisten Drohnen verwenden eine Kombination aus sechs Sichtsensoren (vorne, hinten, unten) und einem nach unten gerichteten Infrarotsensor, der in einer Entfernung von etwa 20 Zoll bis zu 98 Fuß wirksam ist. Diese Sensoren warnen den Piloten über die App der Drohne – visuelle Warnungen, Entfernungsanzeigen und akustische Warnungen.
Einige neuere Drohnen verfügen über LiDAR, das Laser zur Kartierung der Umgebung aussendet, was besonders nützlich bei schlechten Lichtverhältnissen ist, wenn Kameras Probleme haben. LiDAR eignet sich am besten für die vorwärtsgerichtete Erkennung und ergänzt die 360-Grad-Sichtsysteme, die in höherpreisigen DJI-Modellen zu finden sind. Die beliebtesten aktuellen DJI-Modelle mit Hindernisvermeidung sind der DJI Mavic 4 Pro, der DJI Air 3S, der DJI Air 3, der DJI Mini 4 Pro und die DJI Mavic 3-Serie.
Einstellungen und Verhalten: Bremse, Bypass und Aus
Drohnenhersteller wie DJI bieten verschiedene Modi zur Hindernisvermeidung an. Die häufigsten sind:
- Bremse: Die Drohne stoppt, wenn ein Hindernis erkannt wird.
- Bypass (Normal): Die Drohne fliegt in sicherer Entfernung um das Hindernis herum.
- Bypass (Nifty): Aggressivere Anpassungen, möglicherweise erhöhtes Kollisionsrisiko.
Es ist auch möglich, das System vollständig zu deaktivieren, was manchmal in komplexen Umgebungen erforderlich ist, in denen die Sensoren den reibungslosen Flug oder die Videoaufnahme beeinträchtigen.
Warum es nützlich ist, aber kein Ersatz für Fähigkeiten
Die Vermeidung von Hindernissen ist ein starkes Sicherheitsnetz. Es kann eine Drohne vor Abstürzen aufgrund von Pilotenfehlern bewahren, die Motivverfolgung verbessern und die „Rückkehr nach Hause“ sicherer machen. Allerdings sollte es niemals als Ersatz für die Sensibilisierung des Piloten herangezogen werden. Die Sensoren sind nicht perfekt; Sie können bei hellem oder dunklem Licht versagen und dünne Objekte wie Drähte oder Schnee werden nicht immer erkannt.
Hindernisvermeidung sollte nur nach Ihrem Ermessen als Ausfallsicherung verwendet werden, wenn Sie in der Nähe von Hindernissen fliegen.
Die Kompromisse: Laufruhe vs. Sicherheit
Das Vermeiden von Hindernissen erhöht zwar die Sicherheit, kann jedoch auch die Flugruhe beeinträchtigen. In engen Räumen wie Wäldern kann das System abrupte Korrekturen vornehmen, die das Filmmaterial ruinieren. In diesen Fällen ist es oft die bessere Lösung, das Gerät auszuschalten und vorsichtig zu fliegen.
LiDAR: Ein Boost bei schlechten Lichtverhältnissen
LiDAR verbessert die Hinderniserkennung bei schlechten Lichtverhältnissen. Es kann Objekte in einer Entfernung von bis zu 82 Fuß identifizieren, hat jedoch Probleme mit dünnen oder transparenten Hindernissen wie Drähten und Glas. Die Drohne schaltet je nach Bedingungen automatisch zwischen LiDAR und Sichterkennung um und verwendet manchmal beide gleichzeitig.
Fazit: Die Hindernisvermeidung durch Drohnen ist ein bedeutender Fortschritt in der Flugsicherheit. Obwohl es nicht unfehlbar ist, bietet es einen zusätzlichen Schutz, insbesondere in Kombination mit geschickter Pilotierung und Situationsbewusstsein.






















