Die Geschichte vom Aussterben der Dinosaurier wird immer seltsamer. Wissenschaftler haben erneut im Dreck gegraben. Sie untersuchten die Trümmer, die vor 66 Millionen Jahren zurückblieben. Insbesondere das Nickel.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich bei dem Killergestein nicht um gewöhnlichen Weltraummüll handelte. Es war ein CO-Chondrit. Eine außergewöhnlich seltene, primitive Art von kohlenstoffhaltigem Chondrit. Der Ornans-Typ, um genau zu sein.

Die meisten Menschen kennen kohlige Chondrite. Sie sind uralt. Nass. Mit Kohlenstoff verschmutzt. Aber CO-Chondriten? Sie sind Ausreißer. Sie bilden einen Splitter dieser ohnehin schon kleinen Meteoritenscheibe. Etwa 5 % der untersuchten Stürze. Diese Untergruppe macht einen winzigen Bruchteil dieser 5 % aus.

Finden Sie einen? Reines Glück. Oder im Dinosaurier-Fall. Unglücklich.

Was ist ein CO-Chondrit und warum ist er für den Chicxulub-Impact wichtig?

Um zu verstehen, warum das wichtig ist, muss man sich ansehen, was diesen Gesteinen fehlt. Professor Philippe Claeys von der Vrije Universiteit brachte es auf den Punkt. Sie sehen nicht wie Museumsstücke aus.

„Ein CO enthält viel weniger flüchtige Elemente“, erklärte er. Die Rede ist von Zink. Kohlenstoff. Wasser. Und ganz entscheidend: Schwefel.

Schwefel sollte der entscheidende Faktor sein. Die Theorie ging so: Der Asteroideneinschlag. Schwefel verdampft. Es folgte saurer Regen. Dinosaurier erstickten. Nun zeigen uns die Nickelisotopendaten, dass dies möglicherweise nicht der primäre Treiber ist. Wenn das Gestein selbst von Anfang an nur sehr wenig Schwefel enthielt, dann erhielt die Atmosphäre ihren Giftcocktail von anderswo.

Die feinen Trümmer, die in die Atmosphäre geschleudert wurden, waren der Hauptfaktor.

Es lag nicht nur an der chemischen Zusammensetzung des Asteroiden. Es war die Verdampfung. Die Tonschicht rund um den Globus, die K-T-Grenze, birgt die Antwort. Claeys und sein Team haben in diesem dünnen Stück Geschichte Nickelisotope gemessen.

Es war harte Arbeit. „Nur ein winziger Bruchteil des Projektils ist erhalten“, bemerkte Claeys. Der Meteorit verdampfte vollständig. Alles, was wir wissen, stammt von den mikroskopisch kleinen Überresten, die in diesem Ton zurückgeblieben sind.

Warum Nickelisotope den wahren Ursprung des Killerasteroiden enthüllen

Wie spürt man einen Stein auf, der vor 66 Millionen Jahren zu Staub zerfiel? Sie verfolgen den Nickel.

Nickelisotope wirken wie ein Fingerabdruck. Sie variieren zwischen verschiedenen Asteroidenklassen. Durch die Analyse von Proben, die weltweit aus der Tonschicht von Chicxulub gesammelt wurden, ordneten die Forscher die Signatur den CO-Chondriten zu.

Dies schränkt die Suche nach der Herkunft des Gesteins ein.

Der Impaktor war riesig. Ungefähr 10 bis 12 km Durchmesser. Vielleicht bis zu 15 km. Es prallte mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 64,00 km/h auf die Erde. Der entstandene Krater liegt unter der Halbinsel Yucatán im heutigen Mexiko. Tief vergraben.

Die Quelle des Gesteins? Wahrscheinlich weit weg. Entfernte Regionen des äußeren Sonnensystems. Oder der äußere Asteroidengürtel, nahe Jupiters Gravitationsgriff. Es handelt sich um schuttreiche Gebiete. Ruhige Orte. Bis zu diesem Tag.

Von einem so seltenen Projektil getroffen zu werden, unterstreicht eine kalte Tatsache. Die Dinosaurier hatten nicht nur Pech. Es handelte sich statistisch gesehen um unwahrscheinliche Opfer. Eine Eins-zu-einer-Million-Aufnahme aus der tiefen Dunkelheit.

Die Studie landet in Science Advances. Veröffentlicht im Jahr 2026. Georgy V. Makhatadaze et al. Legen Sie die Isotopendaten fest. Es verändert die Chemie der Apokalypse leicht. Weniger Asteroidenschwefel. Mehr atmosphärischer Müll. Das Todesurteil war trotzdem besiegelt. Aber die Signatur ist jetzt klarer.

Früher dachten wir, es sei ein typischer Meteorit. Jetzt wissen wir, dass es ein Sonderling war. Ein CO-Chondrit aus dem Nichts. Das feine Detail verändert die Erzählung. Nicht das Ergebnis.