Die meisten Spinnen verbringen ihr Leben damit, sorgfältig komplizierte Geometrien zu weben. Die Rochenspinne, ein Mitglied der Familie Theridiosomatidae, macht etwas anderes. Es entsteht eine Falle, die eher wie eine gespannte Feder als wie ein klebriges Netz funktioniert. Mit rund 175 identifizierten Arten verlassen sich diese winzigen Spinnentiere eher auf mechanische Gewalt als auf Adhäsion, um sich ihre Nahrung zu sichern.

Es sind kleine Lebewesen. Die meisten Strahlenspinnen haben eine Körperlänge von weniger als 3 mm. Normalerweise findet man sie in der Nähe von Bächen oder in anderen feuchten Umgebungen, wo ihre spezifische Jagdstrategie am besten funktioniert.

Die Mechanik einer Schlagfalle

Das Web selbst sieht täuschend einfach aus. Die Stränge erstrecken sich in strahlenartigen Dreier- oder Vierergruppen nach außen. Von der Mitte dieses radialen Musters aus verbindet sich ein einzelner Strang mit einem nahegelegenen Zweig oder Blatt. Die Spinne hält diesen Strang straff. Es fungiert als Auslösemechanismus.

Wenn sich ein Insekt im Netz verfängt, wird die Spannung unterbrochen. Die Spinne gibt ihren Halt frei. Das Netz schnappt wieder in eine Kegelform zurück. Durch diese plötzliche Bewegung wird die Beute noch weiter gefangen und in der Mitte gefangen, bevor sie entkommen kann.

Das Netz schnappt zurück und verfängt das Insekt noch mehr.

Diese Methode ist für solche kleinen Jäger effizient. Es spart Energie im Vergleich zur Jagd auf sich schnell bewegende Beute. Außerdem verringert sich das Risiko einer Beschädigung der empfindlichen Bahnstruktur. Die Strahlenspinne bleibt verborgen und wartet auf den richtigen Moment, um den Abzug zu betätigen.