75 Prozent der Meereslebewesen erzeugen ihr eigenes Licht.

Nicht viele wissen, was als nächstes passiert. Das Licht trifft auf diese seltsamen, nadelförmigen Kristalle aus Guanin. Und anstatt gleich wieder auf die Beine zu kommen. Es zerstreut. Weiterleitungen. Recycelt.

Der Forscher der Hiroshima-Universität, Masakazu Ivasaka, bemerkte etwas Seltsames, als er Tiefseeexemplare betrachtete. Konkret das Borstenmaul Sigmops gracilis. Diese Fische tragen Photophoren. Lichtorgane. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass die Guaninplättchen um sie herum wie Spiegel wirken. Reflektiert nur Licht. Es wieder herausprallen lassen.

So einfach ist das nicht.

Die Blutplättchen haben die Form von Nadeln. Sie sammeln sich lokal in der Nähe der Lichtquellen. Wenn Licht auf sie trifft. Die Struktur bewirkt etwas Unerwartetes. Es wirkt wie ein Prisma.

„Die Kristalle mit höherem Seitenverhältnis verhalten sich eher wie Prismen, sie lenken das Licht um, anstatt es einfach nur zu reflektieren.“

Ivasaka bestätigte dies. Er achtete auf das, was er als starke anisotrope Reflexion bezeichnete. Schicke Worte für eine Sache: Der Winkel des einfallenden Lichts verändert alles. Der reflektierte Strahl verschiebt sich je nachdem, wo er begann. Frühere Studien befassten sich mit Goldfischen. Diese Kristalle sind flach. Gekippt. Spiegelartig. Diese Tiefseeschiffe sind anders. Sie haben Schichten. Wie photonische Kristalle.

Das ist wichtig. Weil Licht austritt. Normalerweise. Abfall. Aber die Fische verschwenden es nicht. Sie fangen das austretende Licht ein. Leiten Sie es um. Benutze es wieder. Effizientes Recycling im mikroskopischen Maßstab.

Um dies zu beweisen, verwendete Ivasaka Elektromagnete. Er drehte die Kristalle um. Beleuchten Sie sie mit Licht aus verschiedenen Winkeln. Die Streuung wurde aufgezeichnet. Das Muster hielt. Die Struktur bestimmt den Ablauf.

Warum interessiert es?

Stellen Sie sich biomedizinische Implantate vor. Geräte, die im Körper sitzen. Überall Wasser. Licht geht verloren. Wenn wir das Borstenmaul kopieren. Wir könnten Implantate entwerfen, die jedes Photon wiederverwenden. Maximieren Sie die Helligkeit. Energie minimieren.

Es ist harte Arbeit. Diese Fische zu fangen ist schwierig. Noch seltener ist es, gute Proben zu bekommen. Aber die Auszahlung sieht riesig aus. Ivasaka sieht in der Tiefe einen „Schatzschatz“ an Wissen. Unbekannte Phänomene. Echte Feldarbeit. Nicht nur Laborvermutungen.

Die Ergebnisse sind gerade in der Zeitschrift Biointerphases erschienen.

Wir haben also Prismen im Dunkeln. Ihren eigenen Glanz wiederverwenden. Was entgeht uns sonst noch, weil wir aufgehört haben, den Meeresboden genau zu betrachten?