Schau nach oben. Oder schauen Sie in diesem Fall gleichzeitig nach unten, nach oben und zur Seite.

Kimiya Yui hat nicht nur ein Foto gemacht. Er hat einen Moment eingefangen, der dem üblichen Rhythmus der ISS widerspricht. Die meisten Aufnahmen stammen von der Erde oder dem Weltraum. Nicht das.

Es ist alles.

Das Bild ist das Weltraumfoto des Tages vom 28. Mai. Aufgenommen von Yui aus dem „Kibo“-Modul. Der Astronaut der Japan Aerospace Exploration Agency hatte während der SpaceX Crew-11-Mission etwas Zeit zur Verfügung. Es war Januar. Sicherlich eine Menge Wissenschaft, aber er hielt inne. Er schaute aus dem Fenster.

Er sah den Bahnhof. Die Atmosphäre. Die Sterne. Auf einmal.

Die unmögliche Orientierung

Warum ist es selten?

Physik. Geometrie. Die ISS fliegt normalerweise in eine bestimmte Richtung. Aber manchmal dreht es sich.

Yui schrieb im Mai auf X darüber.

Es ist ein sehr seltener Anblick, wenn Vorder- und Rückseite vertauscht sind.

Normalerweise bewegt sich die Station mit einer vorhersehbaren Ausrichtung vorwärts. Hier war es verkehrt herum. Oder verkehrt herum, je nach Ihrer Definition von Daunen. Dieser Wandel hat alles verändert.

Es ermöglichte eine Sichtlinie, die normalerweise nicht existiert. Sie erhalten die Hardware. Du bekommst den Himmel. Keine Filter. Keine Verbundwerkstoffe.

Schicht für Schicht

Die Komposition ist gestapelt.

Oben. Der Bahnhof. Starre Solarmodule. Metallisch. Tot im kalten Vakuum, aber voller Absicht. Es steht über den anderen und umrahmt die Aufnahme.

Dann die Kurve.

Rand der Erde. Glühend. Nicht nur Blau und Weiß. Rote und grüne Polarlichter tanzen entlang der Terminatorlinie. Die Atmosphäre atmet. Es ist wirklich ein dünner Splitter, der vor dem Schwarz zerbrechlich aussieht.

Darüber hinaus? Raum.

Das Kreuz des Südens ist da. Alpha Centauri versteckt sich in der oberen rechten Ecke, unser nächster Nachbar winkt aus der Ferne. Da ist der Kohlensacknebel. Ein dunkler Fleck, wo das Licht stirbt. Eta Carinae leuchtet in der Nähe.

Wer hätte gedacht, dass ein Arbeitsweg so aussehen könnte?

Yui ist in dieser Crew nicht allein. Er teilt die Kabine mit Zena Cardman und Michael Finnike. Roscosmos schickte auch Oleg Platonov. Vier Menschen umkreisen gemeinsam eine blaue Murmel und betrachten sie durch unterschiedliche Linsen.

Er kam im Januar nach fast fünf Monaten zurück. Die Mission war lang. Hart. Vollgepackt mit Daten und Übungen.

Aber für einen Frame?

Das Universum gab ihnen das ganze Bild.