Der kürzeste Tag des Jahres steht vor der Tür. Es landet am 21. Dezember oder 22. Dezember auf der Nordhalbkugel. Dieser Tag wird Wintersonnenwende genannt.
Es ist kein Zufall. Die Sonne steht an diesem Tag an ihrem südlichsten Punkt am Himmel. Es legt den kürzesten Weg über den Himmel zurück. Das bedeutet die geringste Menge an Tageslicht. Die Nacht zieht sich am meisten in die Länge.
Auf der Südhalbkugel tickt die Uhr anders. Ihr kürzester Tag liegt um den 20. Juni oder 21. Juni. Dann steht die Sonne am weitesten nördlich.
Nach der Sonnenwende beginnen die Tage länger zu werden. Das Licht kehrt langsam zurück. Aber das genaue Datum verschiebt sich. Warum ändert sich das Datum der Wintersonnenwende von Jahr zu Jahr? Es kommt darauf an, wie unser Kalender gegen die Umlaufbahn des Planeten kämpft.
Warum das Datum schwankt
Wir gehen davon aus, dass das Jahr festgelegt ist. Wir stellen uns ein Jahr als 365 Tage vor. Das ist es nicht.
Eine einzelne Umrundung der Sonne dauert etwa 365,24 Tage. Dieser zusätzliche Vierteltag summiert sich. Alle vier Jahre fügen wir dem Februar einen Schalttag hinzu, um aufzuholen. Aber die Mathematik ist nie ganz klar.
Aufgrund dieser Diskrepanz landet die Sonnenwende nicht jedes Mal auf derselben Kalenderseite. Es driftet.
Manchmal ist es der 21. Dezember, manchmal der 22. Dezember. Die Rotation und Umlaufbahn der Erde sind leicht unregelmäßig. Wir müssen die Uhr anpassen, um die Jahreszeiten mit dem Kalender in Einklang zu bringen.
Was tatsächlich zur Sonnenwende passiert
Das Wort „Sonnenwende“ kommt aus dem Lateinischen. Es bedeutet „die Sonne steht still“. Die Sonne scheint auf ihrer Reise nach Süden eine Pause einzulegen. Dann dreht es sich wieder nach Norden.
Im Norden ist dies der offizielle Winterbeginn. Im Süden markiert es den Beginn des Sommers. Die Neigung der Erde ist der eigentliche Treiber. Der Planet neigt sich um 23,5 Grad.
Zur Sonnenwende zeigt diese Neigung direkt von der Sonne im Norden weg. Der Nordpol liegt in Dunkelheit. Der Südpol ist in Licht getaucht.
Dies ist nicht nur für die Tageslichtstunden von Bedeutung. Es beeinflusst das Pflanzenwachstum. Es verändert das Verhalten von Tieren. Es verändert den Winkel, in dem die Sonnenenergie auf den Boden trifft.
Wann wird sich das wieder ändern?
Der Termin verschiebt sich. Das tut es immer.
Im Moment befinden wir uns in einem Zyklus, in dem der 21. Dezember alltäglich ist. Das wird sich wieder ändern. Der Kalender ist eine menschliche Erfindung. Die Erde kümmert sich nicht um unsere Ferien oder unsere Zeitpläne.
Es dreht sich einfach weiter. Und kippen. Und im Orbit.
Die Sonne wird für einen Moment stillstehen. Dann wird es sich wieder bewegen. Die Tage werden länger. Oder kürzer. Je nachdem wo man steht.





















