Alfred Russel Wallace begann nicht mit einem Stammbaum. Seine Schulausbildung endete abrupt nach sechs Jahren. Er saß in einem Einzelzimmer an einem Gymnasium in Hertford, England. Das war es. Der Rest seiner Ausbildung verlief völlig selbstgesteuert.
Das ist wichtig, weil es zeigt, dass wissenschaftliches Genie oft aus Neugier und nicht aus Qualifikationen entsteht. Wallace zog im Alter von 14 Jahren nach London. Er lebte mit seinem Bruder John zusammen. Die Stadt wurde zu seinem Klassenzimmer. Er hatte keine Professoren. Er hatte Bücher. Er las Abhandlungen. Er besuchte Vorlesungen. Dabei handelte es sich nicht nur um beiläufige Interessen. Sie prägten sein Weltbild.
Die Vorträge lösten etwas Konkretes aus. Sie führten zu religiöser Skepsis. Sie prägten auch eine reformistische und sozialistische politische Philosophie. Er beobachtete nicht nur die Natur; er stellte die Strukturen der Gesellschaft in Frage.
Bevor er zu einem der bedeutendsten Naturforscher der Geschichte wurde, arbeitete er als Landvermesser. Es war praktische Arbeit. Es erforderte Präzision. Es hat die Rechnungen bezahlt. Doch erst in seiner Freizeit und durch sein eigenes unermüdliches Studium legte er den Grundstein für eine Theorie, die die Biologie für immer verändern sollte. Er bewies, dass man keine Eliteuniversität braucht, um unser Verständnis des Lebens auf der Erde zu ändern.


















